Anti-Flag, 01.05.06, Garage Saarbrücken

1 05 2006

Dabei: Marcel, Tommy
Bands: Red Lights Flash, A Wilhelm Scream, The Unseen, Anti-Flag
Verfasser des Textes: Tommy

Hier haben wir ein Konzert, das schon allein wegen dem signifikanten Datum in Erinnerung bleiben wird! Denn dieses Konzert fand genau einen Abend vor meiner theoretischen Führerscheinprüfung statt! Daher war ich mir zuerst nicht sicher, ob es vernünftig war, am Vorabend auf ein Konzert mit vier Punkbands zu gehen, wo entsprechend mit einigen Bieren vorgetrunken wurde! Ich entschied mich vernünftigerweise dafür, meine Vernunft zu ignorieren und hinzugehen! Um dem Plan Folge zu leisten, gingen wir erstmal ein paar Getränke kaufen und sahen dabei schon ein paar Punker wie frisch aus dem Bilderbuch der Klischees, samt Nieten, Iro, Aufnähern und zerschnittenen Klamotten! Keine Überraschung, solche Leute bei einem Konzert vorzufinden, auf dem The Unseen und Anti-Flag spielten, aber trotzdem amüsant!
Beim Betreten der Garage wirkte diese ein bisschen schwach besucht für eine Band wie Anti-Flag, aber die Leute wollten sich wohl einfach nicht zu früh in den Club begeben! Beim Hören der österreichischen Band Red Lights Flash überraschte mich das auch nicht mehr weiter, denn sie klangen wie tausend andere Hardcore Bands klingen, nicht direkt schlecht an sich, aber eben keine Band, die einem im Gedächtnis bleibt! Inzwischen hatten wir in der Nähe des Merchandising Stands Mark Unseen, Sänger von The Unseen, erblickt und ihn angesprochen. Er gab sich ziemlich cool, ließ sich mit uns fotografieren  und redete eine Zeit lang mit uns! Hat Spaß gemacht, er kam definitiv sehr sympathisch rüber!
Inzwischen war Red Lights Flash fertig und die Band A Wilhelm Scream betrat die Bühne! Damals mochte ich sie nicht besonders und fand, sie würden sehr nach 08/15 Screamo klingen, doch gerade eben habe ich sie mir noch mal auf Myspace angehört, und sie erinnern stilistisch eigentlich eher an Rise Against! Gut, ich finde Rise Against nicht schlecht, aber den aktuellen Hype kann ich irgendwie nicht so ganz nachvollziehen, so besonders finde ich sie jetzt nicht! Aber naja, mein Verständnis für den Geschmack der Masse ist keinesfalls selbstverständlich! Trotzdem, ich glaube, ich hätte beide Bands live besser gefunden, wenn sie nicht so extrem laut gewesen wären, daher hat die schlechte Tonqualität vielleicht noch das ein oder andere Defizit bewirkt! Ich hab irgendwie das Gefühl, ich sollte einige meiner Rise Against- hörenden Freunde mal auf A Wilhelm Scream aufmerksam machen! Also, rückblickend kann ich sagen, sie hätten mir wohl besser gefallen, wenn sie ihre Boxen etwas niedriger eingestellt hätten!

Als nächstes kam The Unseen, die Band wegen der wir eigentlich da waren! Auch ihnen hätten ein paar Dezibel weniger nichts geschadet, aber sie waren wirklich gut! Ich mag den neueren Kram der Band eigentlich lieber, weil sie anfangs noch entschieden zu klischeehaft punkig waren, was sich in den letzten Jahren glücklicherweise etwas gelegt hat! Also rockten sie ordentlich los und ihr Set war stark geprägt vom damals aktuellen Album “State Of Discontent”, jedoch fanden auch ein paar altbekannte Klassiker ihren Weg in das Set!
Ein paar Songs, die gespielt wurden: Scream Out, So This Is Freedom, Are We Dead Yet?, Cultural Genocide, You Can Never Go Home und Live In Fear, das sind die, an die ich mich erinnern kann! Ich bin jetzt auch nicht ihr größter Fan, aber als Live Band habe ich sie an diesem Abend schätzen gelernt, sie hatten das ganze Set hindurch ordentlich Druck und Geschwindigkeit und waren auch alle voll bei der Sache! Nach dem leider etwas kurzen Set kam Mark noch mal nach vorne und plauderte ein wenig mit dem Publikum! Super Live Band!

Als letztes kam also der Headliner des Abends: Anti-Flag! Leider hatten die Jungs es geschafft, noch mal lauter als die vorhergehenden Bands zu sein! Ich kenne von Anti-Flag eigentlich nicht allzu viele Lieder, aber ich mag ihre Musik ab und an schon ganz gern! Beim Set jedenfalls konnte ich bis auf Underground Network und Die For Your Government nichts ausmachen! Der Saal allerdings war mittlerweile prall gefüllt und der Saal kochte! Es wimmelte offensichtlich von jeder Menge Leute, die größere Anti-Flag Fans waren als ich, daher war der Pogo anständig und die Stimmung auch nicht von schlechten Eltern! Gegen elf waren dann auch Anti-Flag mit ihrem Set fertig und die vier lauten, schnellen und aggressiven Bands hatten ihren lauten, schnellen und aggressiven Punkrock erfolgreich unter die Leute gebracht! Um sich einen Tinnitus zu holen, war das Konzert auf alle Fälle eine gute Gelegenheit! Für meinen Geschmack hätte es jeder Band gut getan, nicht ganz so extrem laut zu spielen! Aber was soll’s, Spaß hat das ganze trotzdem gemacht! Die theoretische Führerscheinprüfung am nächsten Tag hab ich übrigens auch bestanden, falls es jemanden interessiert!

6/10 Punkten

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