The Slackers, 09.09.06, Primsrock Nonnweiler

9 09 2006

Dabei: Andi, Marcel, Nils, Tommy
Bands: Bleed Into One, Pascow, The Slackers
Verfasser Des Textes: Tommy

Damals um diese Zeit herum hatte ich gerade seit ein paar Wochen meinen Führerschein, und da Andi uns schon zum Rock Am Bach gefahren hatte, bot ich mich für die Hinfahrt zum Primsrock an! Das hieß im Klartext, diesmal kein Alkohol vor der Show! Aber mal im Ernst, ob Alkohol oder kein Alkohol spielt für mich vor Konzerten eh keine Rolle, also war mir das herzlich egal! Tolle Anekdote, aber kommen wir zur eigentlichen Erzählung:

Die anderen Drei hatten sich vorher noch mit ein bisschen Alkohol eingedeckt, und so kamen wir irgendwann in den Mittagsstunden in Nonnweiler ein! Einige Bands hatten schon gespielt und als wir das Festivalgelände betreten hatte, war gerade die Band “Bleed Into One” am Spielen, eine Band aus Saarbrücken! Sie waren wohl gerade damit beschäftigt, sich über die Band Tomte lustig zu machen, von wegen sie wären Pussies und so weiter! Nach diesem wahnsinnig beeindruckenden und originellen Vortrag stimmten sie ihr nächstes Lied an, das, auch wenn es nicht so Emo war wie der Bandname hätte vermuten lassen, trotzdem nichts weiter war als ein weiterer Nagel im Sarg des Konserven- Hardcore, wie man ihn heute viel zu oft von viel zu vielen Bands hört! Und mit Hardcore meine ich eben den “Core”, den die Band eben als ihren Stil definiert hat! Wer’s mag…

Danach kam Pascow auf die Bühne, eine überraschend beliebte und vor allem populäre Band aus Deutschland, wie ich anmerken möchte! Allerdings passte die Band auch zugleich ziemlich genau in dieses stereotype Deutschpunkschema, und damit kann ich mich damit nicht so recht anfreunden, und ich denke, die anderen Drei können es auch nicht! Von daher blieben wir eben nicht das ganze Set über da, sondern gingen noch einmal raus, damit die anderen noch ein bisschen was trinken konnten, bevor die Slackers auftreten sollten!

Ursprünglich war übrigens auch Mad Sin für dieses Festival bestätigt, doch leider mussten sie aus familiären Gründen absagen, was zwar schade war, aber immerhin hatten wir sie ja schon gesehen! Ich hatte allerdings das Gefühl, dass nicht jeder so locker damit umging wie wir, denn schließlich und letztendlich fand man doch einige Psychobillys unter dem Publikum, und die waren bestimmt nicht wegen den Slackers oder Pascow da! Aber mehr als den Umstand zähneknirschend akzeptieren konnten sie auch nicht! Als Ersatz war übrigens Frontkick verpflichtet, deren Set wir aber komplett verpasst haben! So kamen wir aber wieder aufs Gelände, da der Auftritt der Slackers näher rückte, wobei wir mittlerweile aufgrund der bisher eher bescheidenen Bands etwas lustlos daherkamen! Das änderte sich aber sofort, als man auf der Bühne schon den multitalentierten musikalischen Tausendsasser Vic Ruggiero an seinem Keyboard rumschrauben sah! Und als sie dann loslegten, war auch der letzte Rest Unlust beseitigt! Denn sind ihre Alben auch eher ruhig und relaxt, so merkt man dafür auf der Bühne gar nichts mehr! Ihre ganze Show war die reine Party, die Stimmung platzte aus allen Nähten, Punx, Psychobillys, Rude Boys, Skins, wir, Emos, alle tanzten, Pardon, skankten nach Herzenslust, man konnte langfristig nicht dagegen ankämpfen, sich mitreißen zu lassen! Dave Hillyard war exzellenter Laune und machte allerhand Faxen auf der Bühne, unter anderem rockte er sich einmal tot, und das Publikum musste ihn wieder lebendig anfeuern! Das kommt im realen Leben viel besser, als es sich vielleicht liest! Auch Vic Ruggiero war keine Enttäuschung, denn er stellte sein Können sowohl als Musiker als auch als Entertainer eindrucksvoll unter Beweis! Als die Zeit für die Zugabe gekommen war, kam erst nur Dave Hillyard auf die Bühne, und stellte ein Mitglied nach dem anderen vor, jeder bekam ein instrumentales Intro, entsprechend immer mit einem Instrument mehr, bis schließlich auch Vic Ruggiero auf die Bühne zurückgefunden hatte! Ich kann die Frage, die sie gestellt hatten, noch heute hören: “You guys want some more music?” Ich bin nicht für Gewalt, aber jedem, der das verneint hätte, dem hätte ich mit Schmackes in die Eier getreten! Aber das passierte nicht, denn das Publikum war bis zum Siedepunkt angeheizt! So gaben sie einige weitere Stücke zum Besten, und auch ein Typ mit Dreads, der sich gemütlich auf die Bühne gesetzt hatte, wurde von der Band fröhlich willkommen geheißen! Um ca. 0:30 war die Show dann vorbei, fair genug, denn sie hatten immerhin über eine anderthalbe Stunde gespielt!

Ich sag’s noch einmal ganz klar: Die Slackers live sind mit Slackers auf Platte nicht vergleichbar! Während ich die Alben gerne mal höre, wenn ich ein bisschen abschalten will, so assoziiere ich die Slackers live nur mit einer explosiven energiegeladenen Bühnenperformance einer Band, die sowohl spielen kann als auch nicht vergisst, das ganze mit einer tüchtigen Portion Spaß zu vermischen! Hinzufügen möchte ich, dass sie vermutlich auf einem Festival unter freiem Himmel noch besser kommen als sie es in einem Club tun würden! Aber da fehlt mir zurzeit die Vergleichsmöglichkeit!

Die Slackers allein hätten 10 Punkte verdient, allerdings ist es meine Aufgabe, eine Gesamtwertung zu geben, und die anderen Bands waren doch schon sehr wenig überzeugend! Trotzdem, die handliche Größe des Festivals erzeugte irgendwie eine familiäre Stimmung, und da wir von den anderen Bands eh kaum was mitbekommen haben, kann man doch noch das ein oder andere Auge zudrücken! Ich sollte eigentlich noch einen Punkt abziehen wegen dem Absagen von Mad Sin, aber das wäre eigentlich unfair, schließlich konnte ja keiner was dafür! Daher denke ich, mit 8 Punkten sind sie gut bedient!

8/10 Punkte

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Bouncing Souls, 07.09.06, Garage Kleiner Club SB

7 09 2006

Dabei: Kaltwang, Marcel, Tommy
Bands: Flyswatter, Bouncing Souls
Verfasser Des Textes: Tommy

Ab und an hat man das Glück, eine CD zu hören, die einen einfach direkt packt und nicht mehr loslässt! So ging es mir damals mit der “Gold Record” von den Bouncing Souls! Die CD hat damals so gut zu meiner Stimmung mitsamt dem dazugehörigen Sommer gehört, es war einfach perfekt! Ich gehe einen Schritt weiter und ernenne die Gold Record zu meinem Top Favoriten 06! Entsprechend meiner Begeisterung hoffte ich natürlich auch, die Souls mal live zu sehen und wie der Zufall es wollte, wurden sie auf der Garagen- Website kurze Zeit später angekündigt! Die Freude war groß, und schnell waren Mitgänger gefunden, da Marcel das Album ähnlich mochte und Kaltwang mal wieder in Stimmung für ein Punk Konzert war! Den Rest des Beitrags lesen »





Bloodhound Gang, 03.09.06, Garage Saarbrücken

3 09 2006

Dabei: Andi, Tommy
Bands: Montreal, Rock Hard Power Spray, Bloodhound Gang
Verfasser des Textes: Tommy

Eins kann man getrost sagen zu unserer Generation 87/88: Egal welche Musik man später gehört hat, in den Spät- Neunzigern hat so gut wie jeder das Album “Hooray For Boobies” von der Bloodhound Gang besessen oder zumindest gekannt! Und noch heute kann so ziemlich Jeder Klassiker wie “Ballad Of Chasey Lain”, “3.14”, “Bad Touch” oder “I Hope You Die” mitsingen! Grund genug, sich die Band auch mal live zu Gemüte zu führen! Gesagt getan! Den Rest des Beitrags lesen »