Dropkick Murphys, 25.06.07, Garage SB

25 06 2007

Dabei: Kaltwang, Andi, Marcel, Tommy
Bands: Radio Dead Ones, Dropkick Murphys
Verfasser des Textes: Tommy

Der Termin dieses Konzertes war für uns alle etwas besonderes, zumal wir vier Tage zuvor alle unsere mündliche Abiturprüfung ablegen mussten! Die Zeit des Lernens war vorbei, und das auch noch erfolgreich, und was gibt’s da besseres zum Feiern als ein Konzert einer Band wie den Dropkick Murphys? Ein Konzert der Dropkick Murphys in nächster Nähe, genau! Ich weiß noch genau, wie ich mich gefühlt hatte, als ich die Ankündigung im April gelesen hatte! Ich rief auf der Stelle die drei oben Genannten an und ging noch am selben Tag die Tickets besorgen! Schließlich war es dann auch so weit!

Zunächst gingen wir draußen im Schein der Sommersonne noch ein paar Bier trinken, denn Alkohol gehört definitiv zum Geist der Dropkick Murphys, und Atmosphäre muss sein! Als wir an der Garage ankamen, waren die Radio Dead Ones gerade mitten in ihrem Set! Musikalisch liegen sie zwischen den US Bombs und den Swingin’ Utters, nichts revolutionäres und auch nichts, was ich mir jetzt intensiv anhören würde, aber als Vorband gingen sie klar! Die Garage war prall gefüllt, man konnte davon ausgehen, dass es ausverkauft war! Zurecht, wie man bald ganz deutlich sehen konnte! Denn nach einigen “Let’s Go Murphys!”- Rufen von Seiten des Publikums stürmte die Band die Bühne und eröffnete eine powervolle Show mit dem Song “For Boston”! Jeder einzelne der Jungs strotzte vor Energie und sie rockten, als hinge ihr Leben davon ab! Ihr Set war ein schöner Querschnitt all ihrer Alben, was irgendwie so aussah: The Gauntlet, Sunshine Highway, Skinhead On The MTBA, Bastards On Parade, Captain Kelly’s Kitchen, Wicked Sensitive Crew, Kiss Me I’m Shitfaced, Auld Triangle, Shipping Up To Boston, Citizen CIA, State Of Massachusetts, Good Rats, For Boston, Wild Rover, Boys On The Docks, und noch einige Lieder, die mir jetzt nicht mehr einfallen! Jedenfalls spielten sie ungefähr 90 Minuten, ließen zu “Kiss Me” die weiblichen Fans auf die Bühne und bei der anschließenden Zugabe dann letztendlich jeden, wodurch man noch dazu kam, einige Fotos mit Bandmitgliedern zu machen und einige Plektren zu ergattern! Die Murphys hatten dem Publikum geboten, was es erwartete und man kann mit Fug und Recht behaupten, dass an jenem Abend jede Menge Schweiß in der Garage geflossen ist! Die Murphys hatten ihre Arbeit allesamt perfekt erledigt und Sänger Al Barr konnte dank seiner Deutschkenntnisse, die von seiner deutschen Mutter herrühren, eine familiäre Beziehung zum Publikum aufbauen! Groß hervorzuheben braucht man ansonsten nichts, man konnte sich nach Herzenslust die Stimme kaputt grölen, im Pogo ein paar blaue Flecken abstauben oder die Füße irgendwelcher Stagediver an den Hinterkopf bekommen! Punkrock eben! Aber die Murphys haben an dem Abend deutlich gemacht, dass sie in diesem Genre zu den ganz Großen zählen! Let’s Go Murphys!!

10/10 Punkten