Götz Widmann, 25.04.08, Roxy Saarbrücken

25 04 2008

Mit dabei: Andi, Kaltwang, Marcel, Nina, Tommy
Interpreten: Chris, Götz Widmann
Verfasser des Textes: Tommy

Also mittlerweile habe ich schon eine ganze Reihe Konzerte miterlebt, aber ich glaube nicht, dass ich je bei einem Konzert zuvor ein so durchwachsenes Publikum wie hier gesehen habe! Metalheads, Punks, Alternative Weltverbesserer und Ökos, Hiphopper, alte Leute, junge Leute, Leute, die man in keine Schublade stecken kann, Spießer und was nicht noch alles! Ich wollte jetzt keinen beleidigen, ich wollte nur anmerken, ein äußerst inhomogenes Publikum! Und zwar viel davon, denn das Roxy war voll besetzt! Sollte es nicht ausverkauft gewesen sein, dann war es zumindest nah dran! Auch zahlreiche bekannte Gesichter sind einem begegnet, insgesamt hat Götz viele Leute angelockt! Es hat sich allerdings auch gelohnt, denn er hat sein Können definitiv unter Beweis gestellt! Was witzig war, vor dem Konzert, als noch alle draußen waren, ist tatsächlich das vorher befürchtete Polizeiauto vorbeigekommen und hat einige Leute auf die plumpste Weise überprüft, ob sie denn Marihuana dabei haben! Das ist Psychologie vom Feinsten, denn wer würde eine solche Frage nicht direkt wahrheitsgemäß beantworten? Naja, egal, zurück zum Konzert!

Als Opener hat er seinen Praktikanten Chris auftreten gelassen, der eine Akustik- Gitarre mit Drum- Effekten spielte und dazu ein Hip Hop- beeinflusstes Liedermaching präsentiert hat! Einen Kultstatus wie Götz, oder generell wie Joint Venture, wird er wohl nicht erreichen, schon allein deshalb, weil er sich jetzt schon weigert, mit angetrunkenen Zuschauern Bilder zu machen, aber was soll` s, als Vorprogramm hat man ihn sich ansehen können! Dennoch hat Götz Widmann dann bei seinem Auftritt merken lassen, dass ein deutlicher Niveau- Unterschied vorliegt! Sein Programm ist insgesamt sehr gut angekommen, er hat einen Mischmasch aus den altbekannten Klassiker wie etwa „Chronik meines Alkoholismus“, „Hank“, „Haschisch rauchen macht harmlos“ und so weiter als auch neuen Kram von seinem neusten Album, womit er deutlich gemacht hat, dass er auch allein in der Lage ist, gute Texte zu schreiben! Spätestens sein Gedicht „CO2, ich bin dabei!“ dürfte dies deutlich machen! Das Gute an dem Konzert war, dass es keine Rolle gespielt hat, ob man die Songs jetzt gekannt hat oder nicht, denn wenn man nicht in mitsingen konnte, hat man den Liedern auch einfach mal zuhören können! Allerdings hat sich das Konzert gegen Ende ein bisschen gezogen, zumal er immer wieder das „wirklich letzte Lied für diesen Abend“ angestimmt hat, danach aber direkt ein weiteres gespielt hat! Einmal hat er den perfekten Moment zum Finale erreicht, ihn aber leider nicht genutzt und noch einige Songs gespielt, und ich muss ehrlich sagen, ab da wurde es lästig! Nachdem er 2 ein halb Stunden gespielt hat, Pause nicht inbegriffen, hat er sich dann doch noch verabschiedet! Daran sieht man einmal wieder, dass manchmal weniger mehr ist, aber davon abgesehen war es doch ein gutes Konzert, Stimmung hat auch gepasst und es war mal was anderes, ein derart ungleiches Publikum zu sehen!
Daran erkennt man den Kultstatus, den Götz Widmann, bzw. Joint Venture, noch heute innehaben!

8/10 Punkten

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