Southside 2008, 20.-22.06.08, Neuhausen Ob Eck

22 06 2008

Dabei: Andi, Anna, Bühler, Esther, Florence, Katta, Lisa, Puhl, Theo, Tina, Tommy
Bands: Donots, Flogging Molly, Jennifer Rostock, Kettcar, NOFX, Beatsteaks, Krieger, Millencolin, The Subways, Foo Fighters
Verfasser Des Textes: Tommy

Ich muss sagen, dass wir recht spät dran waren mit der Erfahrung eines mehrtägigen Musikfestivals im Sommer! Aber besser spät als nie, oder? Und wir hatten es auch auf eine beachtliche Menge Leute gebracht! Zudem hatten wir ja alte Festivalhasen wie Lisa, Florence, Anna und Esther unter uns! Unter all diesen Umständen, was soll da schief gehen? Falls ihr jetzt ein großes “Aber” erwartet habt, muss ich euch enttäuschen, denn rückblickend muss ich sagen, wir haben alles richtig gemacht! Wir hatten genug Paletten Beckers Pils, einen soliden Bierbong und ausreichende Shisha- Material besorgt! Gut, ferner hat auch das Essen gereicht, aber beim Zelten muss ich eigentlich so gut wie gar nichts essen, von daher ist das für mich nebensächlich! Die Anreise verlief auch reibungslos, wir waren mit drei Autos unterwegs, aber trotzdem funktionierte der Konvoi und wir verfahren hatten wir uns auch allenfalls minimal! Der Stau war auch weit weniger schlimm als befürchtet! Als wir am Abend ankamen und endlich die lange Warteschlange vor dem Eingang hinter uns gebracht hatten, bauten wir schnell die Zelte auf und leerten erstmal einige Bierdosen! Nach einigem Hin und Her war alles da wo es sein sollte und wir gammelten noch ein bisschen unter dem Pavillon! Irgendwann gingen die Mädchen schlafen und auch wir gingen nach einem letzten Bier und einer letzten Shisha schlafen, denn schließlich brauchten wir für die nächsten Tage noch etwas Energie! Am nächsten Morgen kamen dann auch Bühler, Katta und Tina an und legten ihren Kram ab! Den Tag verbrachten wir mit dem Erkunden des Geländes und einiger Eskapaden mit dem Bierbong! So hatten wir den Tag mit Gammeln und Erkunden verbracht, bis wir zum Konzertbericht aufbrachen, um erste Auftritte zu sehen!

Die erste Band, die wir sahen, waren die Donots, denen nachgesagt wird, eine sehr gute Live Band zu sein! Zumindest bezeichnete sie Andi so, nachdem er sie damals auf dem Rocco Del Schlacko 04 gesehen hatte! Er musste aber erkennen, dass sie einiges von ihrem Fun Punk über die Jahre eingebüßt hatten! Nicht dass sie schlecht gewesen wären, aber irgendwie war ihr Set zu stark geprägt vom neusten Album, dass irgendwie klingt wie diese ganzen Indie Rock Bands von heute, wovon es eigentlich schon genug gibt! Mal abgesehen von “Whatever Happened To The 80s” und “We’re Not Gonna Take It” wurden keine Klassiker der Band gespielt! Wie gesagt, nicht direkt schlecht, aber irgendwie blieb leider der Spaß irgendwo auf der Strecke!

Der wiederum fehlte bei der nächsten Band keineswegs: Flogging Molly! Kaum hatten sie losgelegt, verwandelte sich der ganze Bereich um die Bühne herum in ein einziges Ringelpiez mit Schnapsleichen! Der irisch beeinflusste Folk Punk der Band war genau das richtige für einen sonnigen Sommernachmittag wie diesen und die Stimmung war fantastisch, wenn auch verdammt anstrengend! Sie spielten u.a. Drunken Lullabies, If I Ever Leave This World Alive, Paddy’s Lament, Requiem For A Dying Song, Paddy’s Lament, Float, What’s Left On The Flag, Salty Dog, Devils Dance Floor, Worst Day Since Yesterday! Ich sag’s gerade heraus: Mit diesem Auftritt hatte die Band die Messlatte schon ziemlich hoch angelegt! Ein Riesenspaß, diese Band live zu sehen, aber es war gut, dass sie nicht allzu lange gespielt hatten, denn sonst wäre es vielleicht etwas zu schweißtreibend geworden! Aber ich glaube, diese Band ist einfach perfekt für ein Open Air Festival!

Einige gingen noch Radiohead schauen, aber wir beschlossen drauf zu scheißen und noch einen zu trinken! Später waren wir noch etwas durch die Gegend gezogen, um Leute anderer Bundesländer zu einem Bierbongwetttrinken herauszufordern! Insgesamt gingen wir meistens als Sieger hervor! So verging die Zeit, bis wir irgendwann dann doch zur Ruhe kamen! Soweit so gut!
Am nächsten Tag taten wir das, was wir die Vortage auch gemacht hatten, bis wir auf unser erstes Konzert für diesen Tag gingen! Die Band hieß Jennifer Rostock und spielte einen Electro Pop Punk, der an einzelnen Wave- beeinflussten Momenten sogar leicht an die Briefs erinnerte, allerdings häufiger an die deutsche Band “Trio”! Sie sorgten gut für Stimmung, die Sängerin Jennifer führte erotische Tänze auf und stachelte das Publikum ordentlich an! Vor allem das männliche! Ich habe das Gefühl, dass man von dieser Band in nächster Zeit noch einiges hören wird!

Später am Tag gingen wir Kettcar gucken, die ich ja schon mal im Mai live in der Garage gesehen hatte! Daher einigten Andi, Puhl und ich uns darauf, sie von weiter weg gemütlich am Bierstand zu schauen und die Musik bei ein paar Bier zu hören! Ich muss ehrlich sagen, in der Garage fand ich sie besser, sie klangen diesmal ein wenig lustlos! Hinzu kam, dass sie viele ihrer Sprüche vom Garagenauftritt auch hier wieder gebracht hatten und auch ähnliche Stimmungsmittel erneut benutzen! Es war nicht schlecht, aber um die Shananas und OOOs und das kollektive Rhythmusklatschen richtig rüberzubringen, war das Gelände wohl etwas zu groß! Schlecht waren sie trotzdem nicht! Nur im Vergleich zum vorigen Konzert etwas durchschnittlich!

Dann hatten wir wieder etwas Zeit zum Abschalten und Trinken, bevor wir am Abend noch mal zum Gelände gingen, um NOFX zu sehen! Und sie waren das zweite Highlight des Southside 08! Ich wollte eigentlich bei NOFX lockermachen, da wir direkt im Anschluss Beatsteaks sehen würden, aber Vorort konnte ich nicht widerstehen, in dem Moment, wo das Set mit “Dinosaurs Will Die” eröffnet hatten, war es um mich geschehen! NOFX waren für mich, wie wohl auch für viele anderen, eine der ersten Bands, die ich regelmäßig gehört hatte und die mich auf jede Menge andere Bands gebracht haben! Daher ging während der Show wohl ein bisschen die Nostalgie mit mir durch! Die anderen sagen, ich wäre bei der Show bis zu zwei Meter hoch gesprungen und wäre im Pogo Amok gelaufen! Kann ich mir gut vorstellen, denn es war wirklich ein Riesenspaß! Man muss zusätzlich anmerken, dass Fat Mike ein super Frontmann ist, der es versteht, dem Publikum einzuheizen! Ein weiteres Highlight war ihr Cover von Rancid’s Radio, das war wirklich ein besonderer Moment des Sets! Aber es war einfach rundum gelungen, und auch wenn ich nonstop im Pogo gewesen war, hatte ich danach noch ein paar Reserven für die Beatsteaks! Sie spielten unter anderem: Dinosaurs Will Die, Bob, Stickin In My Eye, No Fun In Fundamentalism, Franco Unamerican, Radio, The Brews, Kill All The White Men, Don’t Call Me White, Linoleum, Bottles To The Ground, Les Champs Elysees, All Outta Angst und einige andere! Vielleicht das absolute Highlight des Festivals!

Trotzdem muss man auch den Beatsteaks einiges an Achtung entgegenbringen! Auch wenn ich ihre Cds nicht wirklich höre, als Live Band sind sie große Klasse! Sie spielten solange sie durften und machten super Stimmung! Das Publikum nervte etwas, da es bei jedem Song mindestens einen Circle Pit veranstalten wollte! An kann’s auch übertreiben! Naja, ihre Hits spielten sie allesamt, und zwischendrin wurden noch ein paar Zwischensequenzen wie etwa ein Drumduell zwischen Sänger und Drummer eingestreut! Armin und Co. hatten das Publikum voll im Griff und begeisterten den ganzen Platz!
Danach gingen wir noch mal zu den Zelten zum Umziehen und danach noch ein wenig ins Partyzelt!

Am letzten Tag machte sich langsam eine gewisse Erschöpfung bemerkbar, immerhin hatten wir in den Vortagen ordentlich Gas gegeben! Die erste Band am letzten Tag hieß Krieger, und Andi und ich gingen sie eigentlich nur gucken, weil wir es uns vorher vorgenommen hatten! Sie spielten zwar nur 20 Minuten, aber sogar das war zu lang! Musikalisch gingen sie noch halbwegs in Ordnung, 08/15 Metal ohne große Innovationen eben. Aber ihre Texte waren einfach nur nervig! Es ging um Liebe und irgendwelche tiefen Emotionen, die alle irgendwie mit Feuer verglichen wurden! Wir hielten die 20 Minuten nicht durch und verließen gelangweilt den Platz!

Später gingen wir Millencolin gucken, waren aber zu kaputt und demotiviert, um in den Pogo zu gehen, also sahen wir sie wieder von Weitem! Und wieder: Ich höre sie mir nicht wirklich an, wenn ich daheim bin, aber als Live Band mag ich sie sehr! Sie waren wirklich gut, hatten jede Menge Druck und machten gute Stimmung! Respekt!

Als nächstes trafen wir die Mädchen und schauten mit ihnen The Subways! Sie sind zwar nicht schlecht, aber auch keine Band, die ich mir öfter anhören würde oder die ich unbedingt noch mal live sehen will! Aber sie waren gut, um sie entspannt von weiter weg zu gucken!

Danach verbrachten wir wieder einige Zeit an den Zelten, bevor wir zu unserem letzten Konzert aufbrachen, und zwar zu den Foo Fighters! Andi und ich hatten nur die erste halbe Stunde gesehen, danach kehrten wir zurück zum Zelt, um schon mal einiges zusammenzupacken und aufzuräumen, da wir beide nicht wirklich Fans der Foo Fighters sind und fanden, dass eine halbe Stunde Set ausreichte! Die anderen kamen aber auch bald nach mit der Begründung, die Fighters hätten anscheinend ihr Pulver verschossen! Um es zusammenzufassen, sie waren die halbe Stunde, die ich gesehen hatte, über nicht schlecht, aber anscheinend schlafften sie unmittelbar danach kontinuierlich ab! Also, wieder einmal alles richtig gemacht!

Danach räumten wir alles zusammen, setzten uns alle zusammen, rauchten eine letzte Shisha und tranken ein letztes Bier auf ein gelungenes Festival- Wochenende! Am nächsten Tag fuhren wir bereits früh los, da Lisa, Anna und Bühler später noch Abschlussball hatten und wir alle noch zu Besuch dorthin kamen! Die drei Tage nagten schon an uns, aber wir können andererseits auf ein Wochenende voller Spaß, guter Bands und witziger Geschichten zurückblicken! Ich glaube, ich spreche für alle, die mit waren(außer Lisa), wenn ich sage:
Alles richtig gemacht!!

10/10 Punkten

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