Rancid, 15.11.08, Astoria London

15 11 2008

Dabei: Kaltwang, Seppel, Tommy
Bands: GBH, Rancid
Verfasser des Textes: Tommy

Ist euch aufgefallen, dass diese Überschrift größer ist als es die von den anderen Texten sind? Tja, das hat einen einfachen Grund: Als zehnjähriger Rancid Fan, der schon so lange darauf gewartet hat, endlich mal seine Lieblingsband live bewundern zu können, muss man das Ganze auch entsprechend würdigen! Und, damit das von vornherein klar ist: ES WAR FANTASTISCH!

Aufgrund “gewisser Umstände” sind wir wesentlich später in dem Club angekommen wie ich das gern gehabt hätte, aber das musste ich wohl oder übel in Kauf nehmen! Egal, jedenfalls ist das ganze schon mal damit losgegangen, dass Charlie Harper am Anfang an uns vorbeigegangen ist, ja genau, jener Charlie Harper, der seit 80 Jahren Frontmann der UK Subs ist! Er hat gerade einem Fan etwas über GBH erzählt, und er hat dabei ein enthusiastisches Leuchten in den Augen gehabt! Ganz ehrlich, ich mag den Kerl!
Wie dem auch sei, beim Betreten des Clubs, der nebenbei bemerkt richtig cool war, hat GBH bereits angefangen zu spielen, so bin ich direkt mal ab an die Front! Der Club war richtig hoch, es gab sogar Sitzplätze, und entlang der Bühne um die Videoleinwand herum haben zwei Rancid- Vorhänge runter gehangen, und langsam ist es mir kalt den Buckel runtergelaufen: Ich werde gleich Rancid sehen!! Trotzdem muss man anmerken, dass GBH richtig gut gespielt haben, ich habe sogar die meisten der Lieder gekannt, beispielsweise Sick Boy, No Survivors oder City Baby’s Revenge! Seither hat die Band einen gewissen Stein bei mir im Brett, auch wenn mich ihre Aufnahmen immer noch nicht so recht überzeugen können! So oder so, eine großartige Live Band! Nach ihrem Set hat man direkt ein bekanntes Gesicht auf der Bühne stehen und an den Gitarren herumschrauben gesehen: Big Jay Bastard, Bassist von Lars Frederiksen’ s Bastards und den U.S. Roughnecks und Gitarrentechniker von Rancid! Während also der Soundcheck vorgenommen wurde, haben wir noch einige Iren getroffen, die sich mit uns angeregt über Rancid, Jägermeister, nackte Frauen und Bockbier unterhalten haben! Ich mag Iren! Genau wie Marcel sagt, Iren sind die besseren Menschen! Basta! Naja, irgendwann ist dann das Licht ausgegangen und die Videoleinwand an! Nach einem kurzen Intro hat dann plötzlich Tim Armstrong auf der Bühne gestanden und Radio angestimmt! Und als er so loslegte, sind auch die anderen Drei auf die Bühne gekommen, der Saal hat gejubelt und los ging es! Dehydrierung, Schweißausbrüche, Gliederschmerzen, alles war mir während dem Konzert egal, jedes Lied konnte ich mitsingen, und ich habe es sogar geschafft, mich recht weit nach vorne zu kämpfen und einige gute Fotos zu schießen! Eins wurde schnell klar: Eine Rancid Show ist genau so wie man sie sich vorstellt! Zwischen den Songs hat sich manchmal Tim oder Lars das Mikro geschnappt, um eine Anekdote zu erzählen, so haben wir etwa erfahren, dass 11th Hour der letzte Song war, der damals für das “Wolves” Album aufgenommen wurde! Tim Armstrong war übrigens sehr sympathisch und in Hochform! Sein T-Shirt hat er mal schön anbehalten und sogar die meiste Zeit Gitarre gespielt, und auch mitgesungen hat er aus vollem Hals, er wirkte fitter denn je! Darüber hinaus hat er zwischendrin ein paar Foto Bücher ins Publikum geworfen! Also die ganzen Dinge, die man ihm nachgesagt hat von wegen er würde kaum Gitarre spielen, schlecht und falsch singen, gar nicht mit dem Publikum reden und generell teilnahmslos wirken, alles das schien Schnee von gestern zu sein, er wirkte wie ein Fisch im Wasser! Lars dagegen kam genau so rüber, wie man ihn sich vorstellt, redselig, gut gelaunt, powervoll, und natürlich mit seinen üblichen Sprüchen über Anti- Rassismus, den besten “fucking” Bassplayer in tue World, “This Next Song…” usw.! Matt Freeman hat sich eher zurückgehalten, was das Reden anging, dafür seinen Teil aber souverän erledigt und sein übermenschliches Bass- Solo durch den Saal gefeuert! Und, bei allem Respekt für Brett Reed, aber Brandon ist ein super Drummer, sehr talentiert und druckvoll, aber vor allen Dingen mit ganzem Herzen bei der Sache! Man merkt ihm bei jedem Takt seine Leidenschaft und Freude darüber, in der Band zu sein, an! Bei Ruby Soho am Schluss ist er beim Spielen einmal sogar aufgestanden und hat die Scheiße aus seinen Becken geschlagen! Wenn Brett schon weg sein muss, dann ist es doch gut zu wissen, dass ein würdiger Nachfolger zur Stelle ist! Ansonsten braucht man keine großen Highlights hervorzuheben, hier ist noch die vollständige(!!) Setliste:
Radio, Roots Radicals, Journey To The End, Tattoo, Old Friend, I Wanna Riot, Something In The World Today, Wars End, Ruby Soho, Time Bomb, She’s Automatic, Nihilism, Salvation, Tenderloin, Black And Blue, Hoover Street, Fall Back Down, Rejected, Otherside, Who Would’ve Thought, The Way I Feel, Gunshot, Knowledge, Listed MIA, Antennas, Maxwell Murder, It’s Quite Alright, 11th Hour und Olympia WA!

Leider war es mir nicht vergönnt, einen der Jungs zu treffen, aber wer weiß, was die Zukunft bringt! Jedenfalls war das ein Abend, auf den ich lange gewartet habe und der das Warten absolut wert gewesen ist! Ich hab seither über vieles eine optimistischere Perspektive und bin allen dankbar, die am Gelingen dieses Trips mitgewirkt haben! Ich hoffe, dass Rancid sich in nicht allzu ferner Zukunft noch mal nach Europa verirren, denn sie waren so gut, ich hätte mir nach dem Konzert direkt ein weiteres anschauen können! In diesem Sinne, ich halte meine Daumen gedrückt!

10*/10* Punkten

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